Rund 60 Prozent vom Schweizer Nationalkäse Emmentaler AOP werden nur 4 Monate gereift, statt wie früher 18 bis 36 Monate. Dieser junge Käse ist gummig und schmeckt nichtssagend. Das soll sich ändern.
Als Schweiz- und Food-Fan gleichermaßen: herzlichen Dank für diesen schönen und klaren Bericht. Ich würde mir wünschen, dass wir wieder ein Stück weg von der industriellen Produktion und hin zu wirklich gut gemachtem Käse kommen. Ich bin überzeugt, dass es dafür auch Verbraucher gibt, die bereit sind, den entsprechenden Preis zu zahlen. Natürlich spreche ich dabei nicht von der Massenware beim Discounter, sondern von Käse als echtem Lebensmittel und Handwerk.
Genau das ist für mich der entscheidende Punkt: Handwerklich produzierter Käse muss nicht billig sein – aber seinen Preis wert. Wenn gute Rohmilch, sorgfältiges Käsen und 18 bis 24 Monate Reifezeit mehr kosten, dann darf man das auch schmecken.
Ich glaube ebenfalls, dass es dafür genügend KonsumentInnen gibt. Der Emmentaler wird den Preiskampf gegen industrielle Grosslochkäse kaum gewinnen. Aber beim Geschmack, beim Handwerk und bei der Herkunft kann er unschlagbar sein.
Vielen Dank! Ich hatte früher immer mit Vorliebe Schweizer Emmentaler gegessen, weil der deutsche nach garnix geschmeckt hat. Bis ich dann das Gefühl hatte, dass auch der Schweizer nach nix mehr schmeckt. Jetzt weiß ich auch, warum das so ist.
Es gibt Emmentaler und Emmentaler AOP. Emmentaler kann sich ausserhalb der Schweiz jeder Käse aus nennen, der aus thermisch behandelter oder pasteurisierter Milch produziert wurde, ein paar Löcher hat und mehr oder weniger nach nichts schmeckt.
Emmentaler AOP wird handwerklich und nach traditioneller Art in 42 Schweizer Dorfkäsereien in einer klar definierten Region hergestellt. Er ist aus würziger Rohmilch, je nach Reifezeit wesentlich kräftiger und schmeckt schärfer als die ausländischen Imitate.
Emmentaler AOP gibt es in verschiedenen Reifegraden:
Vom Emmentaler AOP Mild/Classic (4 Monate Reifezeit, gummig und geschmacklos) über den Emmentaler AOP Réserve/Surchoix (8 Monate Reifezeit, köstlich) bis zum Emmentaler AOP Extra (12-36 Monate Reifezeit, einfach geil).
Bis der Emmentaler Dolce auf den Markt kommt, können Sie sich durch die Vielfalt der reifen Emmentaler AOP essen. Es muss ja für den Anfang nicht gerade ein Emmentaler AOP Extra (extra würzig) mit 36 Monaten Reifezeit sein – bei geruchs-sensiblen Nachbarn haben Sie sonst das SEK im Haus 😂
J’aime beaucoup votre article, car il me rappelle les débuts des AOP en Suisse, à une époque où nous avons établi les interprofessions. Tous les outils existent pour mener des actions de positionnement sur les marchés en ajustant la qualité la quantité et avec des prix indicatifs. Tout cela me rend très triste : un fromage millénaire qui perd son caractère, des fromageries de village, âme de leur communauté, qui ferment par centaine, producteurs de lait qui destinent leur lait à des produits sans identité locale, quel immense faillite de la branche fromagère, colonne vertébrale de l’économie paysanne en Suisse.
Tout ce désastre est le reflet d’une incapacité à s’organiser collectivement. La taille de la zone AOP est peut-être en cause. Resserrer les liens et partir des fondamentaux pourrait aider !
Als Schweiz- und Food-Fan gleichermaßen: herzlichen Dank für diesen schönen und klaren Bericht. Ich würde mir wünschen, dass wir wieder ein Stück weg von der industriellen Produktion und hin zu wirklich gut gemachtem Käse kommen. Ich bin überzeugt, dass es dafür auch Verbraucher gibt, die bereit sind, den entsprechenden Preis zu zahlen. Natürlich spreche ich dabei nicht von der Massenware beim Discounter, sondern von Käse als echtem Lebensmittel und Handwerk.
Herzlichen Dank für Deinen treffenden Kommentar.
Genau das ist für mich der entscheidende Punkt: Handwerklich produzierter Käse muss nicht billig sein – aber seinen Preis wert. Wenn gute Rohmilch, sorgfältiges Käsen und 18 bis 24 Monate Reifezeit mehr kosten, dann darf man das auch schmecken.
Ich glaube ebenfalls, dass es dafür genügend KonsumentInnen gibt. Der Emmentaler wird den Preiskampf gegen industrielle Grosslochkäse kaum gewinnen. Aber beim Geschmack, beim Handwerk und bei der Herkunft kann er unschlagbar sein.
Vielen Dank! Ich hatte früher immer mit Vorliebe Schweizer Emmentaler gegessen, weil der deutsche nach garnix geschmeckt hat. Bis ich dann das Gefühl hatte, dass auch der Schweizer nach nix mehr schmeckt. Jetzt weiß ich auch, warum das so ist.
Es gibt Emmentaler und Emmentaler AOP. Emmentaler kann sich ausserhalb der Schweiz jeder Käse aus nennen, der aus thermisch behandelter oder pasteurisierter Milch produziert wurde, ein paar Löcher hat und mehr oder weniger nach nichts schmeckt.
Emmentaler AOP wird handwerklich und nach traditioneller Art in 42 Schweizer Dorfkäsereien in einer klar definierten Region hergestellt. Er ist aus würziger Rohmilch, je nach Reifezeit wesentlich kräftiger und schmeckt schärfer als die ausländischen Imitate.
Emmentaler AOP gibt es in verschiedenen Reifegraden:
Vom Emmentaler AOP Mild/Classic (4 Monate Reifezeit, gummig und geschmacklos) über den Emmentaler AOP Réserve/Surchoix (8 Monate Reifezeit, köstlich) bis zum Emmentaler AOP Extra (12-36 Monate Reifezeit, einfach geil).
Bis der Emmentaler Dolce auf den Markt kommt, können Sie sich durch die Vielfalt der reifen Emmentaler AOP essen. Es muss ja für den Anfang nicht gerade ein Emmentaler AOP Extra (extra würzig) mit 36 Monaten Reifezeit sein – bei geruchs-sensiblen Nachbarn haben Sie sonst das SEK im Haus 😂
J’aime beaucoup votre article, car il me rappelle les débuts des AOP en Suisse, à une époque où nous avons établi les interprofessions. Tous les outils existent pour mener des actions de positionnement sur les marchés en ajustant la qualité la quantité et avec des prix indicatifs. Tout cela me rend très triste : un fromage millénaire qui perd son caractère, des fromageries de village, âme de leur communauté, qui ferment par centaine, producteurs de lait qui destinent leur lait à des produits sans identité locale, quel immense faillite de la branche fromagère, colonne vertébrale de l’économie paysanne en Suisse.
Tout ce désastre est le reflet d’une incapacité à s’organiser collectivement. La taille de la zone AOP est peut-être en cause. Resserrer les liens et partir des fondamentaux pourrait aider !
Merci beaucoup pour votre commentaire intéressant.
L'un des problèmes - et peut-être même LE problème - de l'industrie laitière suisse est l'immobilisme des fédérations.
Heureusement, il y a des agriculteurs innovants et des spécialistes du fromage qui suivent leur propre voie.