
Einmal monatlich erhalten Bezahl-AbonnentInnen meinen exklusiven Werkstattbericht. Der Blick hinter die Kulissen zeigt: Wie finanziert sich der Newsletter? Wie unterscheidet sich «Food Revolution» von anderen Medien? Und was ist der vielleicht ungewöhnlichste Auslöser für eine Recherche?
1. Journalismus im öffentlichen Interesse
Bezahl-AbonnentInnen unterstützen den «Food Revolution»-Newsletter finanziell – obwohl auf der Website alle Reportagen und Hintergrundberichte frei zugänglich sind. Das ist kein Widerspruch, sondern das Prinzip.
Unabhängiger Journalismus kostet Geld. Eine Reportage beginnt lange vor dem Schreiben: mit Besuchen auf Höfen, in Verarbeitungsbetrieben und Forschungseinrichtungen; mit Gesprächen, der Prüfung von Studien und authentischen Fotos vor Ort.
Hinter «Food Revolution» steht kein Verlag, kein Unternehmen, kein Verband und keine NGO. Auch bezahlte Produktwerbung gibt es nicht.
Warum bleiben diese Beiträge trotzdem frei? Weil Fragen zu Landwirtschaft und Ernährung alle betreffen, die einkaufen, essen und politisch mitentscheiden.
Viele Menschen möchten besser verstehen, wie Lebensmittel produziert werden – vom Acker und Stall über Verarbeitung und Handel bis zum Esstisch. Dieses Wissen soll nicht hinter einer Bezahlschranke eingesperrt werden.
Der englische Begriff dafür lautet Public-Interest Journalism (Journalismus im öffentlichen Interesse). Also unabhängige, hochwertige und vertrauenswürdige Berichterstattung auf der Grundlage professioneller Ethik und Standards.
Die Bezahl-AbonnentInnen tragen ihn mit.
Zur Querfinanzierung verkaufe ich meine Beiträge auch an verschiedene Medien. Im August zum Beispiel (die Links führen auf die «Food Revolution»-Website):
«Direktsaat oder Pflug? Seit 1994 läuft auf dem Oberacker ein Langzeit-Experiment» (im deutschen Fachmagazin «agrar heute»)
«Slow Water: Wie Bauern im Dürresommer 2026 das Wasser auf dem Acker halten» (im Landwirtschaftlichen Informationsdienst LID)
Die Unterstützung der Bezahl-AbonnentInnen und die Querfinanzierung schaffen Zeit. Die Zeit, genauer hinzuschauen, Quellen zu prüfen und Widersprüche auszuhalten, statt bloss Medienmitteilungen copy and paste weiterzureichen (siehe «2. Churnalism»).
Die Unterstützung der Bezahl-AbonnentInnen ermöglicht Berichte, die auch dann unabhängig bleiben, wenn sie für eine Interessengruppe unbequem sind. Und solche gibt es in der Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft genug.
Bezahl-AbonnentInnen erhalten zusätzlich diesen monatlichen Werkstattbericht und exklusiven Zugang zum Abonnenten-Chat.
Ab 2027 werden Bezahl-AbonnentInnen auch exklusive Dokumentationen und weitere Vorteile erhalten.
Kurz gesagt: Bezahl-AbonnentInnen bezahlen nicht für einfache Antworten. Sie finanzieren die Zeit, die nötig ist, um die richtigen Fragen zu stellen. Und sie erhalten dafür noch tiefergehende Informationen.
2. Journalismus ohne Zeit
Apropos Zeit, um genauer hinzuschauen.
Im August 2026 informierte das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft auf einem ausgetrockneten Maisfeld über die Folgen der Dürre. Hochkarätige Fachleute erklärten, wie fehlender Niederschlag, hohe Verdunstung und ausgetrocknete Böden zusammenwirken; ein betroffener Landwirt schilderte die Folgen auf seinem Betrieb.
Meine Beiträge dazu:



