Wie die Ernährungswende beginnt: Reportagen, Hintergründe und Lösungen
«Food Revolution» zeigt den Weg zu einem ressourcenschonenden Ernährungssystem mit regional erzeugten Lebensmitteln. Das Ziel: mehr Gesundheit für Böden und Nutztiere, Klima und Menschen.
Die Ernährungswende beginnt nicht mit grossen Reden.
Sie beginnt auf dem Acker mit regenerativer Landwirtschaft. In einem Schweinestall weit über dem Bio-Standard. In einer Produktionsanlage für Protein aus dem Nebenprodukt Biertreber. Und ja: sie beginnt auch in deiner und meiner Küche.
Ich schreibe seit 2014 über Landwirtschaft und Ernährung. Als Agrarjournalist recherchierte ich in den letzten Jahren öfter in Ställen und auf Äckern, in Forschungslabors und bei Start-ups, als an meinem Schreibtisch zu sitzen.
Wir brauchen ein neues Ernährungssystem
«Food Revolution» erzählt von Menschen, die weiter denken – ohne sich in Heilsversprechen zu verlieren. Es geht um hemdsärmelige Praxis, nicht um unrealistische Visionen.
Wie schaffen wir ein gesundes, ressourcenschonendes Ernährungssystem mit mehr pflanzlichen, regional erzeugten Lebensmitteln? Ein System, das Böden aufbaut statt auslaugt, Tierwohl ernst nimmt, das Klima entlastet – und Menschen gesund ernährt.
Meine Reportagen entstehen vor Ort: auf dem Feld und im Stall, im Labor und in der Lebensmittelindustrie. Immer im Gespräch mit Praktikern. Sie zeigen, was funktioniert, wo es hakt – und welche Zielkonflikte bleiben.

Forschung zwischen Feld und Zukunft
Manche Veränderungen brauchen Zeit, viel Zeit. Der DOK-Versuch vergleicht seit 1978 die biologische, biodynamische (Demeter) und konventionelle Landwirtschaft. Solche Langzeitstudien liefern keine Schlagzeilen, aber sie zeigen, wie Systeme über Generationen wirken.
Andere Innovationen sind technischer Natur: etwa Pheromon-Dispenser zum Schutz von Herdentieren vor Wölfen. Hier berühren sich Tier-Ethik, Landwirtschaft und Naturschutz.
«Food Revolution» ordnet ein, was Forschung in der Landwirtschaft bedeutet: Welche Ergebnisse sind belastbar? Was ist Versuch, was ist Vision? Und wie finden wissenschaftliche Erkenntnisse ihren Weg in die Praxis?

Quer durch die Wertschöpfungskette
Die Ernährungswende entscheidet sich auch in industriellen Verarbeitungsbetrieben, innovativen Start-ups und traditionellen Metzgereien. Sie muss quer durch die ganze Wertschöpfungskette stattfinden.
Wenn ein Unternehmen wie «Brewbee» Nebenprodukte einer Bier-Brauerei in Lebensmittel verwandelt, ist das kein Marketing-Gag, sondern perfekte Kreislaufwirtschaft. Wenn der «Alpahirt» aus alten Weidekühen und ohne Pökelsalz edles Trockenfleisch produziert, zeigt das Wertschätzung für die Tiere und die lokalen Bauernfamilien.
«Food Revolution» schaut genau hin: Wo ist Innovation Substanz, wo ist sie nur Verpackung? Welche Geschäftsmodelle tragen wirklich zur Ressourcenschonung bei? Und wo beginnt Greenwashing?

Wir KonsumentInnen können handeln
Manche Veränderungen lassen sich schnell umsetzen. Wir KonsumentInnen haben es im wörtlichen Sinne in der Hand, die Ernährungswende zu beschleunigen.
Die «Weniger Fleisch»-Serie zeigt, dass es keine Verbote und kaum Verzicht braucht. Qualität statt Quantität. Weniger Fleisch essen ist einer der grössten Hebel für eine nachhaltige Ernährung und das Klima.
Die «Fermentation»-Serie zeigt, wie wir Lebensmittel länger haltbar und erst noch geschmacksintensiver machen können. Gleichzeitig sorgen wir damit für weniger Food Waste.
«Food Revolution» moralisiert nicht. Hier wird erklärt. Damit Entscheidungen im Alltag nicht auf Schlagworten beruhen, sondern auf Verständnis.
Hintergründe statt Headlines
«Food Revolution» macht nicht mit, wenn wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, wenn ein Thema aufgebauscht wird. Der Newsletter sucht die Strukturen hinter den Debatten.
Warum geraten Landwirte wirtschaftlich unter Druck? Wie hängen Bodenfruchtbarkeit und Klimapolitik zusammen? Welche Rolle spielt Tierhaltung in einem nachhaltigen Ernährungssystem? Und was passiert, wenn politische Leitlinien mit ökonomischer Realität kollidieren?
Die Texte nehmen sich Zeit. Sie verbinden Menschen mit Systemen. Sie zeigen Zusammenhänge, die in der täglichen Nachrichtenflut untergehen.
«Food Revolution» ist ein Ort zum Verstehen
«Food Revolution» richtet sich an LeserInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die wissen wollen, bevor sie urteilen.
An KonsumentInnen, die verstehen möchten, woher ihr Essen kommt und welche Entscheidungen dahinterstehen. An Menschen, die Landwirtschaft und Ernährung nicht als Randthema begreifen, sondern als Fundament von Klima, Gesundheit und Kultur.
Jeden Freitagmorgen erscheint eine neue Ausgabe: eine Reportage, eine Analyse oder ein Praxisstück. Keine Empörungsschleifen, keine Heilsversprechen. Sondern Recherche, Einordnung und konkrete Beispiele.
Die Ernährungswende beginnt nicht mit Reden. Sie beginnt mit Verstehen.



